Partnerschaften

Veröffentlicht auf 20. März 2016

Es gibt Partnerschaften, in denen einiges schiefläuft – wie ein schief hängendes Bild. Nicht, weil es wirklich schief ist, sondern weil die Vorstellung von der „perfekten Beziehung“ verzerrt ist.

Jeder von uns hat klare Erwartungen an den Partner. Man möchte miteinander reden, sich ergänzen, sich einbringen – wie zwei Puzzleteile, die zusammenpassen. Für beide sollten die gleichen Regeln gelten. Keiner ist mehr wert als der andere. Beide bringen ihre Energie in die Beziehung ein.

Vom Alltag gestresst, brauchen viele Menschen auch einfach mal Ruhe. Doch in einer Beziehung entsteht diese Ruhe oft erst dann, wenn man sich dem Partner öffnet – durch Gespräche. Man erzählt, was einen beschäftigt, hört aufmerksam zu, fühlt sich verstanden. So entsteht Geborgenheit. So wächst Verbundenheit.

Dann gibt es aber auch Beziehungen, in denen es so wirkt, als würde sich nur noch eine Person Mühe geben. Diese Person übernimmt Verantwortung, hält die Partnerschaft zusammen – doch auf Dauer ist das erschöpfend, vor allem ohne Aussicht auf Veränderung.

Eine Zeit lang hält man das aus. Doch irgendwann kommt der Punkt, an dem selbst der Liebende keine Kraft mehr hat. Man wird distanziert, kühler. Und das Schlimmste: Man zieht sich innerlich zurück. Grübeln macht wütend, Streit entsteht – und irgendwann kommt es zur Aussprache.

Nehmt euch diese Zeit. Redet offen miteinander. Nichts ist schlimmer, als in Gleichgültigkeit zu verfallen oder den Partner darin untergehen zu sehen. Denn genau diese Phasen hinterlassen oft tiefe Spuren.

Wenn man eine Beziehung retten will, muss man aktiv werden. Kämpfe für sie, solange es noch möglich ist. Man kennt sich – mit allen Stärken und Schwächen. Man muss bereit sein, über den eigenen Schatten zu springen und auch Risiken einzugehen.

Wenn die Liebe noch da ist, ist die größte Hürde bereits genommen.

Das Wichtigste dabei: keine Schuldzuweisungen. Es gehören immer zwei dazu. Ergänzt euch – denn genau darin liegt die Erfüllung.

Was bringt schon sinnloser Streit? Er verletzt nur beide Seiten.

Oft zieht sich dann einer zurück – im schlimmsten Fall in eine ganz andere Richtung. Und manchmal steht der Stolz im Weg. Größer, als er eigentlich sein sollte.

Geschrieben von in the end of the world

Veröffentlicht in #mehr zu mir...

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