dein Wesen

 

Dein Wesen ist schwer zu fassen. Du hast alles – und doch nutzt du nichts davon. Du lässt dich treiben, als wäre dein Leben nichts wert. Ist es wirklich so schlimm, wie du immer sagst?

Du sagst, du brauchst Bestätigung. Du sagst, du willst nicht alleine sein. Du sagst, du liebst mich. Und trotzdem betrügst du uns, tust uns weh, zerstörst alles, was du berührst. Wieso? Warum zerstörst du dich selbst?

Du wirkst zerbrechlich, zart, weich – und doch fehlt dein Herz. Du versuchst es, wirklich, aber es klappt nicht. Du sagst „Ich hab dich lieb“ zu mir, zu deinem Freund, zu deiner Mutter – und Minuten später hasst du alle? Du sperrst die Tür auf und sagst, wir sollen gehen. Wieso? Warum tust du dir das an? Warum trinkst du, warum nimmst du Drogen?

Ist das deine Flucht, um dich selbst nicht sehen zu müssen? Versuchst du, dich zu betäuben, dich zu verstecken? Warum verweigerst du dir Nahrung, nimmst ab, erzählst mir davon – und dann schickst du mich weg? Du sagst, du hasst mich – und rufst mich doch wieder an, um zu sagen, dass du mich liebst?

Dein Leben ist krank. Dein Verhalten ist krank. Du liebst die Kontrolle, die Spiele, die Manipulation. Du liebst es, andere zu verletzen, ihre Aufmerksamkeit zu erzwingen. Du zerstörst Vertrauen, Freundschaft, Liebe – und dich selbst.

Wir, die dich lieben, können dir nicht helfen. Wir reißen uns das Herz aus, sorgen uns um dich, und erkennen: Es hat keinen Sinn. Du willst keine Hilfe. Du willst nur Bestätigung, Drama, Kontrolle.

Wir haben gelernt: Wir können dich nicht retten. Wir können nur loslassen. Wir sagen jetzt Auf Wiedersehen – nicht aus Hass, sondern aus Selbstschutz. Wir lassen dich gehen. Wir lassen uns nicht länger manipulieren.

Wir hoffen, dass du irgendwann die Hilfe suchst, die du brauchst. Dass du dein Leben in den Griff bekommst. Dass du den Schmerz, den du verursachst, irgendwann siehst – und heilst.

Auf Wiedersehen. Auf irgendwann. Wir wünschen dir, dass du das Leben findest, das du dir selbst zerstört hast.

 

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