Der Weg zu mir selbst

Der Weg zu mir selbst

Manchmal muss man innehalten, genau hinschauen, was vor einem liegt – vor sich selbst, vor dem eigenen Spiegelbild. Dieses Gefühl, etwas Dummes getan zu haben, das man nicht zugeben will, weil der Stolz dazwischensteht – ich kenne es nur zu gut. Und doch, manchmal ist es wichtig, den Stolz beiseitezulegen und die eigenen Gefühle zu zeigen.

Ich habe einen Fehler gemacht. Ich habe nicht lange genug nachgedacht, nicht die Konsequenzen gesehen. Meine Reaktionen waren falsch, meine Worte unbedacht. Und nun stehe ich vor dem Ergebnis. Aber Fehler sind Lehrer, wenn wir bereit sind, sie zu sehen. Ich sehe sie, Tag für Tag ein wenig klarer, und ich lerne. Ich versuche, mich zu ändern – und ich spüre, dass es gelingt. Ich werde nachdenken, bevor ich handle. Ich werde sagen, was mir gefällt, und sagen, was mich stört.

Manchmal dachte ich, mir könne niemand etwas anhaben. Doch ich wurde überrascht. Zum ersten Mal spürte ich den Schlag von hinten – gerecht, wie ich erkenne. Es war eine Lektion, die mir die Augen öffnete: Menschen kann man nicht wie Marionetten führen, jeder ist anders. Manche lassen sich nicht manipulieren, manche lassen sich nicht beeindrucken.

Wer mich kennt, weiß: Ich wirke stark, selbstbewusst, souverän. Aber der Schein trügt. Abends sitze ich zu Hause, allein, und weine. Weil ich mich verliere in Erwartungen, in Schmerz, in Enttäuschung. Doch ich bin hier, und ich sage mir: Nie war ein Anfang besser als jetzt. Heute stehe ich auf, sehe mich im Spiegel, und sage: Ja, du schaffst das. Alles, was du wirklich willst, liegt in deiner Hand.

Ich will mich finden. Mich lieben. Mich erkennen. Ich will Abend für Abend ins Bett fallen und sagen können: Heute habe ich gelebt. Heute habe ich etwas für mich getan. Ich will Mut haben, Vertrauen haben, leben und lieben – nicht nur träumen. Heute beginne ich. Heute ist mein Anfang.

Ich will fair sein, nicht nur stark. Ich will lernen, meine Launen zu beherrschen, die Menschen zu sehen, wie sie sind, ohne zu urteilen. Ich will Fehler nicht wiederholen, aber ich will auch nicht aufhören, offen zu sein, für das, was das Leben mir schenkt.

Meine Ziele? Mein Leben. Glücklich sein, mit den Menschen, die ich liebe. Meine Zeit nutzen, meine Kraft einsetzen, meine Träume verwirklichen. Mein Gleichgewicht finden, Körper und Geist frei bewegen, auspowern, lachen, weinen, atmen. Ein Hobby, eine Leidenschaft, ein Funken Freude nur für mich.

Ich weiß jetzt: Das Leben ist zu kurz, um nur zu existieren. Wir dürfen fühlen, wir dürfen lieben, wir dürfen scheitern und wieder aufstehen. Wir dürfen anfangen – immer wieder, jeden Tag. Denn jeder neue Morgen ist ein Geschenk, jeder Atemzug eine Chance.

Und so schreie ich meine Gedanken hinaus, schreibe sie nieder, atme tief ein, lächle, und sage mir: Ich bin auf dem Weg. Ich bin auf dem Weg zu mir selbst.

Nie war ein Anfang besser als jetzt.

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