nachrichten,Strahlungen auch in Deutschland???

Veröffentlicht auf 26. März 2011

Welche Strahlengefahren in Deutschland drohen

Essen, Reisen, Strahlenwolke: Die Sorge um mögliche Folgen der japanischen Reaktorkatastrophe für Deutschland treibt viele Menschen um. Dabei rechnen Experten eher mit geringen direkten Auswirkungen.


Arbeiter beim Versuch, die Stromversorgung im havarierten Kraftwerk Fukushima wiederherzustellen. Radioaktive Partikel aus Fukushima werden auch Mitteleuropa erreichen. Quelle: dpa

DüsseldorfRadioaktive Wolken, verstrahlte Lebensmittel – die möglichen Gefahren, die sich aus der Reaktorkatastrophe in Fukushima für Deutschland ergeben, treiben hierzulande viele Menschen um. Und dass, obwohl sich Experten und Politiker alle Mühe geben, solche Bedenken zu zerstreuen.

„Es werden Minimal-Dosen Radioaktivität bis zu uns transportiert. Eine Gesundheitsrelevanz besteht aber nicht“, so etwa Gerhard Wotawa von der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG). Ähnlich schätzen auch die Experten des Deutschen Wetterdienstes in Offenbach das Risiko ein: Wind und Regen würden die in Japan freigesetzten radioaktiven Partikel in der Luft so weit verdünnen, dass in Europa kaum etwas messbar sein wird.

Auch beim Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) stuft man das Risiko einer radioaktiven Belastung für Deutschland als gering ein. Aufgrund der großen Entfernung und der damit verbundenen hohen Verdünnung würden nur sehr geringe Mengen Radioaktivität erwartet, so BfS-Sprecher Florian Emrich. „Sie werden keine gesundheitliche Gefahr für Menschen und Umwelt in Deutschland oder Europa darstellen.“ Sobald erste Partikel an Radioaktivität Deutschland erreichen, werde das BfS die Bevölkerung umfassend informieren.

Wer will, kann sich auf der BfS-Website auch selbst laufend über die aktuelle Strahlenbelastung hierzulande informieren. Mit 1800 Messstationen deutschlandweit unterhält das BfS ein dichtes Netz von Frühwarnstationen, das selbst kleinste Veränderungen der Strahlenbelastung registriert. Gemessen wird rund um die Uhr die natürliche Radioaktivität, die durch das radioaktive Edelgas Radon aus dem Boden kommt.

„Unsere Technik kann diese natürliche Radioaktivität von zusätzlicher künstlicher Radioaktivität unterscheiden“, sagt Erich Wirth, Leiter der BfS-Messstation auf dem Schauinsland bei Freiburg, wo 25 besonders sensible Geräte installiert sind. Werden etwa in der 700 Kilometer entfernten Atom-Wiederaufbereitungsanlage im französischen La Hague Brennstäbe zerschnitten oder Betriebspausen eingelegt, registrieren die Messinstrumente auf dem 1284 Meter hohen Schauinsland die daraus resultierende Veränderung der Strahlung.

Doch nicht nur die Sorge vor einer direkten Strahlenbelastung treibt viele Menschen um. Meldungen von radioaktiv belasteten Agrarprodukten in Japan schüren auch hierzulande die Sorge, dass importierte Nahrungsmittel aus Japan verseucht sein könnten. Eine Sorge, die trotz der vergleichsweise geringen Menge an Nahrung, die aus Japan nach Europa exportiert wird, von der EU-Kommission in Brüssel ernst genommen wird. Sie kündigte am Donnerstag verstärkte Kontrollen für Lebensmittel aus den zwölf von der Reaktorkatastrophe in Fukushima betroffenen Präfekturen an.

„Künftig dürfen Lebensmittel aus den betroffenen japanischen Regionen nur noch in Deutschland eingeführt werden, wenn sie in Japan streng kontrolliert und zertifiziert wurden“, fasste Bundesverbraucherschutzministerin Ilse Aigner die EU-Beschlüsse zusammen. „Bereits vor der Verladung muss sichergestellt sein, dass die Waren keinerlei erhöhte Strahlenbelastung aufweisen.“

In Europa, wo seit dem Reaktorunfall von Tschernobyl strenge Grenzwerte für die radioaktive Belastung von Lebensmitteln gelten, soll es zudem stichprobenartig weitere Untersuchungen geben. Von Lebensmitteln aus den anderen 35 Präfekturen des Inselstaats wird ebenfalls ein Teil in den EU-Mitgliedstaaten kontrolliert. Nicht betroffen sind nur Produkte, die bereits vor dem 11. März – dem Tag des Erdbebens, das den Reaktorunfall auslöste – hergestellt wurden.

Keine Strahlungsgefahr geht nach Einschätzung von Experten von Menschen aus, die aus Japan nach Deutschland einreisen. Eventuell in den Körper aufgenommene Radioaktivität gefährde keine anderen Personen, so das BfS auf seiner Website. Äußerliche Kontaminationen lasse sich durch Kleiderwechsel und Duschen beseitigen. Wer sich nach Rückkehr aus Japan auf Radioaktivität untersuchen lassen möchte, kann sich an das BfS wenden. „Wir verfügen über verschiedene Messeinrichtungen und bieten diese für Untersuchungen zur Vorsorge an“, so BfS-Präsident Wolfram König.

Keinesfalls sollten Menschen hierzulande aus Sorge um mögliche Strahlungsbelastung zu Medikamenten wie etwa Jodtabletten greifen. Solche Tabletten werden in stark verstrahltem Gebiet eingesetzt, um die Aufnahme von radioaktivem Jod durch die Schilddrüse zu verhindern.

Von dem radioaktiven Jod, das in Fukushima freigesetzt wurde, dürfte hierzulande allerdings kaum etwas ankommen: Wegen seiner kurzen Halbwertszeit wird die Radioaktivität der Jodpartikel zudem bereits weitgehend abgeklungen sein, wenn die Substanz Deutschland erreicht.

Für Deutschland, so die Einschätzung des BfS, werden auf Grund des Unfalls in Fukushima keine erhöhten Radiojodkonzentrationen in Luft und Lebensmitteln erwartet. Sehr real ist dagegen das Risiko, dass die übermäßige Einnahme von Jodtabletten zu einer Überfunktion der Schilddrüse führt – mit den typischen Symptomen wie Schlaflosigkeit, Gereiztheit, Nervosität und Zittrigkeit.

Quelle: Internet

http://www.handelsblatt.com/technologie/energie-umwelt/umwelt-news/welche-strahlengefahren-in-deutschland-drohen/3989200.html?p3989200=2

Geschrieben von in the end of the world

Veröffentlicht in #Nachrichten u mein denken

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D
<br /> Was hat das eine mit den anderen zutun??<br /> <br /> <br />
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M
<br /> Ich verstehe zwar sehr gut die Anti-Atom Protesten aber die Panik, die bei Manchem ausbricht ist albern. Die Amis an der Westküste drehen ja auch schon durch. Man braucht nur bei Fox News zu<br /> schauen. Es ist fast so, als ob kein Mensch Physik in der Schule gehabt hätte.<br /> <br /> <br />
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