Gestern und die Nacht von heute... Wahnsinn...
Veröffentlicht auf 19. August 2011
Unwetter sorgt für Chaos - Tote bei Festival in Belgien / Dauerregen in NRW

Viele von euch haben es vor einigen Minuten sicherlich mitbekommen oder bekommen es aktuell noch mit: Ein schweres Unwetter hat sich den Weg über Nordrhein-Westfalen geebnet und zog teilweise mit schwerem Hagel und Gewitter über das Bundesland hinweg. Auch Teile von Belgien waren vom Wetterchaos betroffen. Hier kam es beim Pukkelpop-Festival bei Hasselt (Provinz Limburg) zu einer Katastrophe, als mehrere Bühnen aufgrund der extremen Witterung einstürzten. Laut Informationen des belgischen Fernsehsenders VRT wurden dabei drei Menschen getötet, zudem gab es 11 schwer verletzte und 60 leicht verletzte Personen. Gegenüber der belgischen Zeitung "Le Soir" sagte eine Augenzeugin aus, dass der Himmel komplett schwarz wurde. Außerdem fielen Bäume um und es kam ihr vor, als wenn dies das Ende der Welt gewesen wäre.
Rund zehn Minuten dauerte es, bis Hagel, Sturm und Gewitter einigermaßen abklangen und das Ausmaß ersichtlich wurde. Unter den Lasten stürzte u.a das Chateau-Zelt ein, wo rund 1.000 Zuhörer ein Konzert besuchten. Insgesamt befanden sich zwischen 60.000 und 65.000 Festival-Besucher auf dem Gelände, als das Wetter begann verrückt zu spielen. Normalerweise sollte die Veranstaltung noch bis einschließlich Samstag andauernd, sie wurde nun jedoch aufgrund der aktuellen Vorkommnisse abgebrochen. Offenbar scheint das Pukkelpop-Festival mit Tragödien überschattet zu sein. Bei der letztjährigen Ausführung starb ein Toningenieur an den Folgen eines Herzinfarkts. Hinzu kam dann der Tod des Sängers einer Rockgruppe, der sich nach dem Gig seiner Band von einem Mast in den Tod gestürzt hat. Die Ereignisse des heutigen Tages werfen somit einen, im wahrsten Sinne des Wortes, dunklen Schatten auf die Veranstaltungsreihe.
Nicht nur die tragischen Ereignisse in Belgien sind Resultat des Unwetters. Auch, wie bereits angedeutet, NRW wurde von den heftigen Regenmassen förmlich erdrückt. Stürme mit rund 90 Kilometern pro Stunde sorgten dafür, dass Bäume nachgeben mussten und zudem teilweise dicke Äste auf Straßen und Autos beförderten. Bis zu 30 Liter Regen pro Stunde war dann deutlich zu viel für so manchen Keller, der unter Wasser stand. Zudem kam es auch für manch eine Straße zum Engpass, was bspw. am Beispiel A52 zwischen Düsseldorf und Essen ersichtlich ist. Aufgrund einer teilweise überfluteten Fahrbahndecke mussten Teilabschnitte abgesperrt werden. Auch der Verkehr auf der Autobahn 57 zwischen Köln und Kleve war doch die starken Regenfälle nur zähfließend zu bewältigen, so berichtet es die "Rheinische Post".
Laut Angaben der Feuerwehren in Düsseldorf, Viersen, Köln und Essen sind am heutigen Abend keine Menschen zu Schaden gekommen. Dies ist verwunderlich, wenn man bedenkt, dass der Wetterdienst Meteomedia innerhalb von zwei Stunden satte 6.000 Blitze statistisch festhalten konnte. Momentan verzieht sich das Unwetter in Richtung Osten und Nordosten und wird wohl auch dort für einigen Stress sorgen. Aktuell gibt es offizielle Unwetterwarnungen vom Deutschen Wetterdienst für Nordrhein-Westfalen und das westliche Niedersachsen. Die Feuerwehr ist praktisch im Dauereinsatz und wir können nur hoffen, dass sich dieses Chaos bald abschwächt und wieder dafür sorgt, dass der Sommer in Form von strahlendem Sonnenschein zurück kommt. Am 18.08.2011 um 22:42 Uhr vonMark Sway
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| Bildmaterial: Ralf Roeger / dapd.de | Grafik: Mark Sway |
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