Gedanken-Kreislauf-Leben-leben lassen
Veröffentlicht auf 18. November 2018
Hallo meine Lieben,
Ich weiß, es ist schon eine ganze Weile her, seit ich das letzte Mal geschrieben habe. Ich wurde auch öfter gefragt, wie es mir geht – und ehrlich gesagt: Es ist gerade einiges los.
Viele Dinge beschäftigen mich. Verluste von Menschen, die eigene Angst, dass im Umfeld etwas passieren könnte, und verschiedene Situationen, die man einfach durchleben muss. Es ist ein Kreislauf. Das Leben ist ein Kreislauf – und ich denke, jeder von euch kennt das: Man schließt mit gewissen Dingen ab, macht sich aber trotzdem noch Gedanken darüber. Fragen wie „War das richtig?“ oder „War das ein Fehler?“ gehören wohl dazu. Am Ende muss man wissen, was man tut – und auch mit den Konsequenzen leben.
Manchmal frage ich mich ernsthaft, ob es andere Menschen gibt, die genauso denken wie ich – oder ob ich einfach zu kompliziert bin. Wobei das eigentlich Unsinn ist. Jeder hat seine eigenen Standpunkte und versucht, das Beste aus seinem Leben zu machen – nur das „Wie“ ist eben bei jedem anders.
Man sagt ja nicht umsonst: Trenne dich von Dingen, die dir nicht guttun. Aber wenn man das dann tut, fällt es mir schwer, die Reaktionen des Gegenübers zu akzeptieren. Entweder kommt Gleichgültigkeit – womit ich persönlich noch am besten klarkomme – oder alles wird ganz anders aufgefasst. Wisst ihr, was ich meine?
Letztendlich muss man verstehen, dass Menschen verschieden sind und anders handeln oder reagieren, als man selbst es tun würde. Einen gesunden Abstand zu wahren und das eigene Leben so gut wie möglich zu meistern, ist oft das Beste.
Manche Menschen verstecken sich, passen sich an und tun so, als wäre alles okay. Und ich? Ich bin mittendrin und kann meine Klappe nicht halten. Ich bin sehr direkt, was sicherlich manchmal wehtut – aber ich kann einfach nicht anders. Ich mag kein scheinheiliges Getue. Gleichzeitig habe ich gemerkt, dass ich mit meiner Art oft alleine dastehe. Was irgendwo auch verständlich ist… Wer will schon jemanden an seiner Seite, der einem öfter mal sagt: „Hey, das, was du da machst, ist nicht gut?“
Vielleicht bin ich also wirklich kompliziert. Vielleicht bin ich einfach nicht anpassungsfähig. Vielleicht bin ich so ein kleiner Rebell, der sagt, was er denkt. Wobei – so schlimm bin ich nun auch wieder nicht. Aber Fakt ist: Ich stehe oft alleine da – durch mein Denken und mein Handeln.
Schon merkwürdig: Man hat viele Bekannte und vielleicht zwei oder drei echte Freunde – und fühlt sich trotzdem manchmal allein.
Was mich auch zum Nachdenken gebracht hat, war ein Gespräch mit meiner Mutter. Sie meinte vor ein paar Tagen zu mir: „Es wird Zeit, dass du jemanden kennenlernst.“
Ich habe ihr gesagt, dass ich durchaus Leute kennenlerne – aber das meinte sie natürlich nicht. Sie sprach von jemandem, der wirklich an meiner Seite steht, mich unterstützt. Und ja, sie hat recht. Vielleicht wird es wirklich Zeit – bevor ich mich zu sehr an das Alleinsein gewöhne. Wobei ich sagen muss: Ich kann das Alleinsein auch genießen.
Und da sind wir wieder beim Thema: Ich bin vielleicht einfach etwas kompliziert und will nicht „irgendwen“. Ich möchte mich verlieben, dieses Kribbeln im Bauch spüren. Aber manchmal habe ich das Gefühl, dass ich mich vielleicht gar nicht mehr verlieben werde – oder dass ich ein Problem mit Gefühlen habe. Beziehungsgestört? Wer weiß…
Irgendwann finde ich mein Glück bestimmt.
Zum Schluss möchte ich mich noch bedanken – für die vielen E-Mails, die ich von euch bekomme. Ich freue mich jedes Mal sehr darüber, dass mein Blog (aus welchen Gründen auch immer) gelesen wird. Ihr gebt mir das Gefühl, nicht ganz allein zu sein.
Also: Danke an euch alle ❤️
Und ich wünsche euch noch einen schönen Sonntag. Vielleicht schreibe ich später noch einmal.
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