von meinem besten

Veröffentlicht auf 29. Dezember 2011

endlich ruhe....ich bin allein und habe somit viel zeit zum denken und grübeln....mich entspannt habe ich nicht, mich gehen lassen trifft es eher, nun sitz ich etwas schwach vorm rechner und höre musik, schnee in der nase um munter zu bleiben und das gefühl als zieht mich etwas hinab zum boden. ich habe zwei frauen kennen gelernt und viel mit ihnen geschrieben....abgesehen von der tatsachen das sie bild hübsch sind könnten sie nicht unterschiedlicher sein. die eine ist witzig, wir schreiben viel unsinn und es sehr schön, die andere recht ernst, tiefgrundig und skeptisch....ich schreibe gern mit ihnen doch hat es mich sehr zum nachdenken gebracht. die skeptische von beiden hat mir viele fragen gestellt, vorstrafen, beruf, wie ich zu verschiedenen dingen steh und politik.....sie ist weisrussin, ich war ehrlich zu ihr und habe ihr alles geschildert, auch fragte sie mich nach drogen aus, dies musste ich verneinen sonst wäre das gespräch beendet gewesen....sie ist sehr interessiert an meiner person und geht auf jedes thema ein, auch auf die über die ich gern geschwiegen hätte.....ich erzählte ihr von meiner vergangenheit, die gewalt deutete ich nur an, aber das hat gereicht, sie sieht es recht locker, lockerer als ich.....nun ist mir bewusst geworden wie sehr ich mich dafür eigentlich hasse, dieser blinde hass auf unschuldige, dieses herab setzen der fremden "rasse", dieser hohle mist.....man stelle sich folgendes vor: du lebst in einem land in dem nicht alles so geregelt ist wie hier, man nie weis wovon die familie morgen lebt und ob sie lebt da überall bürgerkrieg herrscht.....es ist ein beschwerliches leben voller angst, not, hunger und der eisernen einhaltung von religion und tradition, keine freie entfaltung, du bist von beginn an weniger wert weil der mensch dort nicht so geschätzt wird wie hier. die gewalt der straße holt dich ein, schüse, blut, schreiende menschen....panik und chaos. du weist nicht wie dir geschieht, du hast angst um dein leben, du hast dein kleines kind auf dem arm, es schreit, mit fremden blut bespritzt dabei weiss es gar nicht was hier vor sich geht....es hat nie jemanden etwas getan, hat es doch erst vor einer woche die ersten schritte getätigt, es hat sich diese heimat nicht ausgesucht und sich keiner der kämpfenden seiten angeschlossen....die unschuld pur und dennoch in lebensgefahr durch blinde wut. du drückst es an dich, um keinen preis der welt wirst du es los lassen, du flüchtest durch die gasen auf der suche nach deinem man....du findest ihn, ehe du das aber realisiert hast ein knall, sein gesicht verzieht sich nicht mal mehr vor schmerz, die augen werden groß und er sackt wie eine puppe vor dir zusammen....dunkel rotes blut dringd aus der pulsierenden wunde an der schläfe, die brust senkt sich, das letzte mal das er ausatmet....vor deinen augen, du kannst nicht stehen bleiben um zu begreifen was gerade geschieht, noch immer pfeifen die kugeln der ak-47 durch die luft. du rennst so schnell du kannst, dein kind so fest umklammert wie nie zu vor, du deckst den kleinen körpert mit deinem ab.....die hölle ist eben ausgebrochen und du kannst nicht weinen weil du rennst!als du einen klaren gedanken fassen kannst befindest du dich in der deutschen botschaft, nur mit viel mühe darfst du hier her, als flüchtling. den verlust deines mannes und das erlebte hast du noch lang nicht verarbeitet....dazu die fremde umgebung, weise menschen, du verstehst die sprache nicht und weist gar nicht was nun geschieht.....das zählt aber nicht denn du bist in sicherheit....dieses land strahlt stabilität und sicherheit aus....ein riesen loch klafft in deiner seele, aber du musst fur das kind da sein. du beginnst zu leben, hier in diesem sicheren land, dein altag pegelt sich ein und langsam versuchst du dich zu recht zu finden. nun also bist du in der stadt unterwegs, mit deinem kind, es ist ruhiger und freudloser geworden, die kleine seele vernarbt. du steigst in die s bahn als die ein junger man auffällt, kurze haare, sportlich gebaut und finsterer blick....er spuckt die an und während er geht sagt er"scheis mulatte". erst später wird dir erkläert was diese worte bedeuten. dieser kerl hat nie ein solches leid auch nur erlebt oder gar gesehen wie du es hinter dir hast....nie gehungert, keine existenz ängste, es gibt ja harz4, nie um sein leben fürchten müssen und nie eine enge verbundene person tot zusammen brechen sehen. aber er nimmt sich heraus dich zu verurteilen nur weil du dich in sicherheit begeben hast, nicht für einen krieg sterben wolltest mit dem du gar nichts zutun hast. was nimmt er sich raus? für das leben eines menschen sollten keine farben und grenzen bestehen....er hat keine ahnung von dem was du gesehen hast, ihm gehts gut und dennoch lenkt er seinen hass gegen dich....es tut dir so weh, du wolltest doch nur leben und dieser stubenhocker will es dir verbieten. wo ist nun die sicherheit? eine träne läuft dein gesicht herab und du schaust dein kind an und fragst wo ihr denn eigentlich noch leben dürft, was habt ihr bitte verbrochen?.

dies habe ich mir vorgestellt und ich musste weinen. was habe ich den leuten angetan? ich habe zwar nie eine mutter angespuckt oder beschimpft, aber eben meinen hassen sichtbar getragen....womit habe ich mir das raus genommen, wie sehr muss es diesen menschen weh getan haben nicht einmal hier leben zu dürfen? wäre ich doch vielleicht in deren situation auch geflüchtet und hatte nicht die kraft gehabt neu anzufanhen...ich schäme mich so sehr, ich hasse mich dafür und noch mehr die leute die diesen hass noch unterstützen und verbreiten. was für eine welt ist das? ich könnte kotzen, ich kann diesen text nicht einmal zu ende schreiben, weil mir einfach nur die worte fehlen, wollte ich eigentlich nur schreibenwas es neues gibt und ein paar worte zum tghema gewissen los werden, aber diese vorstellung raubt mir jeden funken kreativität....es tut mir leid für diesen halbfertigen text....aber so weis ich wenigstens das ich ein gewissen besitze....

Geschrieben von in the end of the world

Veröffentlicht in #esche

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R
Du willst, dass es dir besser geht? Einen Tipp hätte ich da für dich, verzichte auf alles, was du nicht brauchst. Sie sind überflüssiger Ballast, den du schon mal abwerfen könntest und dann<br /> überlege dir, was du willst und auch tatsächlich brauchst. Das ist ein Prozess, den du durchlaufen musst. Doch wenn du dich von Dingen trennen kannst, die ohnehin keine Bedeutung haben, flüchtig<br /> oder auch nur verlogen, eine Übergangsbeschäftigung sind, dann wirst du dich nach und nach freier fühlen, atmen können und nicht länger in dieser verstaubten Schublade ausharren.
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R
Niemand wurde gefragt, ob er auf dieser Welt sein möchte oder nicht. Sicher, die Bedingungen sind nicht für jeden gleich und doch gibt es noch viele andere Menschen, mit denen du eine Schublade<br /> teilst. Die begreifen können, warum dir alles zu eng ist, so sinnlos erscheint, für die "Ohnmacht" kein Fremdwort ist. Ich zähle mich gewissermaßen auch dazu. Man muss schon blind sein, um den<br /> Wahnsinn entfliehen zu können. Doch ich habe etwas gelernt, nämlich, dass man mit den für uns verfügbaren Mitteln und erscheint es dir auch noch so banal, Instrumente bekommen hat, die jeder,<br /> seinem Wesen entsprechend, nutzen "muss". Welche sind das in deinem Fall?
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L
:( mennoooo, sowas will ich nicht lesen!!!
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P
Ich kann weder die Welt noch diverse Zustände ändern. Mir fehlt der Einfluss, das gehör und die intelligenz. Ich verschranke nicht die arme. Eine meiner pflichten habe ich sogar erfüllt....das<br /> erkennen. Das ich mich am liebsten selbst verleugene ist kein Geheimnis....an einer positiven Veränderung werde ich nicht mit gewirkt haben.ich sehe ein und begreifen meine Ohnmacht, da ich weiß<br /> das mir die Möglichkeiten fehlen sehe ich dies nicht als meine Welt an, bin kein Teil dieser Welt. Ich möchte hier nicht sein, ich fühle mich fehl am Platz, in einer Welt die nicht zuhören<br /> will....warum dauernd gegen die wand rennen? Durchdringen werd ich Sie nicht....scheitern ist kein schönes Gefühl, also warum mich sinnlos diesem Gefühl aussetzen?
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R
Ich habe nun gelesen, was du zu unserer vergifteten Welt geschrieben hast. Sicher, all das stimmt und gerade Menschen, die so ticken, wie du, haben die verdammte Pflicht, zu erkennen, zu reagieren<br /> und zu verändern. ich weiß, alles ist leichter gesagt, als getan. Doch du selbst warst es, der schrieb, dafür sorgen zu müssen, die Welt ins Gleichgewicht zu bringen. Sie ist in Schieflage, wie es<br /> schlimmer nicht sein könnte und du meinst, du könntest nichts weiter tun, als die Arme verschränken und einen Schritt zurückzutreten?
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R
Ok, das ist alles richtig. Doch mir fällt auf, dass du etwas machst, was alle tun, die sich selbst am liebsten verleugnen würden. Man schreibt aus einer Perspektive, die nicht zu einem gehört, um<br /> "nur" indirekt daran beteidigt zu sein. Doch es in ein Trugschluss, man kann zwar die eigene Perspektive ändern, um einen anderen Blickwinkel zu bekommen, aber nicht die eines Anderen, bzw. der<br /> Allgemeinheit nutzen. Ich habe dir, in der 1 Person geschrieben. Hätte ich einen Zeitungsartikel schreiben wollen, hätte ich den der allgemein verfasst. ;)
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P
Die Luft? Verpestet, die Vögel? Singen bald nicht mehr, Sie sterben. Das Wasser verseucht....der Wind tragt mehr schmutz zu uns. Die Sonne verbrennt uns. Ich erfreut mich an einer sternschnuppe,<br /> dies wird von einem todesfall, Unglück , ungerechtigkeit oder persönliches Unglück überschattet. Wie soll icj mich freuen wenn ich weiß das sowas folgt?
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L
es gibt auch gutes im Leben. Es gibt die Liebe wo es sich lohnt zum Leben. Es gibt eine positve richtung die man einschlagen kann. die kleinen momenten im Leben sollte man genießen... die luft<br /> sollte man genießen, die vögel,geräuche , sonne, wasser eben alles. seh nicht nur das böse in der welt... sondern auch mal das gute! deine freunde mit denen du ab und zu was schönes erlebst, dein<br /> kind, die Liebe eben. Klar, kann man sich reinsteigern aber wenn wir das alle machen würden, dann gäbe es bald viele selbstmörder und amokläufer... ich bin ein Mensch, ich denke gerne posetiv und<br /> träume gerne... :) so vom guten und allem, versuchs doch auch mal?
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P
ich denke eher der mensch führt krieg und gut und böse sind deren instrumente, wir benutzen sie in dem wir jeweils die eine seite als "richtig" klassifizieren und damit unsere taten rechtfertigen<br /> um nicht zu zugeben dashabgier, machtgier, angst vor neuem und andere persönliche beweggründe die motive sind....die einsicht ist ein ding, aber die erinnerungen und der schmerz, die scham und die<br /> unfähigkeit alles ungeschehen zumachen schmerzen gar unerträglich....die tötet den ehrgeiz und das streben nach weiteren neuerungen ab....der funke des lebens erlischt und man beginnt vor sich hin<br /> zu vegitieren,man schleift sich durch das leben bis die zeit abgelaufen ist und man es endlich hinter sich hat....das sind die auswirkungen eines solchen wandels die ich momentan spüre....
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R
Seltsam, was ein einziges Wort alles auszulösen vermag. Dein Text erklärt sich ja im Grunde von selbst, doch viel wichtiger ist es doch, dass du es warst, der ihn geschrieben hat! Das ist der<br /> Anfang jeglicher Veränderung. Sie ist da, die Einsicht und du besitzt das nötige Wissen, um eines Tages die Tür ganz aufzureißen. All die Widersprüche, durch die du tagtäglich in Konflikt gerätst,<br /> führen Krieg, das Gute gegen das Böse oder ist es umgekehrt?
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P
Klingt schön, auch die aussage gefällt mir, nur hilft es nicht bei der gewissensfrage
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L
Der schiefe Turm<br /> <br /> <br /> <br /> Wenn der Glaube baden geht<br /> <br /> und Götter uns den Rücken kehren,<br /> <br /> die Kirche nicht mehr gerade steht,<br /> <br /> dann werden wir uns selbst beehren.<br /> <br /> <br /> Niemand ist uns dann so nah,<br /> <br /> so wie wir es für uns sind.<br /> <br /> dann sitzt man mit Skizzierblock da<br /> <br /> und fragen plötzlich, wer wir sind.<br /> <br /> <br /> Wenn der Turm der Kathedrale,<br /> <br /> mit der Spitze auf uns zeigt,<br /> <br /> quält uns die Gebetszentrale,<br /> <br /> die sich ins Gewissen neigt.<br /> <br /> <br /> Kein Gott spricht so wie deiner,<br /> <br /> wenn Tür und Tor geschlossen sind.<br /> <br /> Denn ihrer ist nicht meiner,<br /> <br /> jeder ist ein Einzelkind.<br /> <br /> <br /> Hat man ihn in sich entdeckt,<br /> <br /> dann öffnet sich die neue Welt,<br /> <br /> rein und unbefleckt,<br /> <br /> schaut man wie die Spitze fällt.<br /> <br /> <br /> ©R.S.
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