keine Antworten auf meine Frage,Warum? Weil es keine gibt!!!

Veröffentlicht auf 3. Juli 2012

Ein Gefühl der Machtlosigkeit – aber warum nur?

Kennt ihr das? Eigentlich geht es einem gut, alles ist in Ordnung, das Leben läuft. Und doch drückt etwas auf einen, etwas Unbestimmtes. Eine leise Angst, die man in sich trägt. Angst vor was? Vor sich selbst? Vor anderen? Wenn man es nur wüsste!

Es gibt Tage, da fühlt man sich verunsichert. Jeder Gedanke, jede Bewegung fällt schwer. Man will nicht akzeptieren, was gerade passiert. Man könnte weinen, tut es aber nicht – aber warum? Die Sonne scheint auf meiner Haut, es ist heiß, das Wetter wunderschön. Die liebsten Menschen sind um mich, und trotzdem: dieses Gefühl von Einsamkeit, von Unsicherheit.

Meine Finger zappeln, ich bin nervös – aber wovor? Angst, dass mit mir etwas nicht stimmt? Angst vor dem, was kommen könnte? Vor etwas Neuem? Mein Kreislauf spielt verrückt. Ich trinke Wasser, lasse mir nichts anmerken. Aber warum? Weil es eigentlich niemanden interessiert? Weil man nicht gesehen wird?

Meine Kehle fühlt sich eng an, als würde jemand sie zusammendrücken. Aber warum nur? Ich weiß es nicht. Fakt ist: Etwas ist da, etwas, das niemand sieht. Niemanden interessiert. Reden will ich darüber nicht mehr.

Ich gehe eine rauchen – paradox, aber so ist es. Das Kinn zittert, der Magen ist leer. Ich könnte fast kotzen, doch essen kann ich gerade auch nichts. Ich schaue mir Tattoos an und frage mich: Totenkopf oder Schmetterling? Beides schön. Ich entscheide mich wohl für Blumen. Orchideen. Schön, leidenschaftlich, sinnlich, dezent in der Farbe. Ich stelle es mir vor – es gefällt mir. Ob ich es umsetzen werde? Wer weiß.

Und jetzt? Gehe ich rüber und wecke meine Kleine? Mache ich Mittagessen für alle? Mein Freund hat gerade gegessen und ruht sich aus, genauso wie meine Kleine. Und ich? Werde ich gesehen? Wenn ja – wie?

Die Macht des Nichtwissens lastet schwer. Ich bin empfindlich, planlos, innerlich unruhig. Ich höre auf zu schreiben, sonne mich weiter, denke nach und frage mich immer wieder: Warum? Warum fühlt es sich so an?

Geschrieben von in the end of the world

Veröffentlicht in #Tagebuch

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