Blasse Lippen, fahles Gesicht. Schneeflocken einatmend. Brennende Lunge, saurer Geschmack. Licht ist aus, der Tag vorbei.

Veröffentlicht auf 14. Oktober 2013

Nachti

Geschrieben von in the end of the world

Veröffentlicht in #Tagebuch

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Wie aus meiner Seele gesprochen
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S
Hallo Frau Eileen,<br /> <br /> wie geht es Ihnen lang nichts gehört. Ich habe des öfteren geschaut auf ihre Seite, leider keine Zeit gefunden um zu schreiben.<br /> <br /> Es ist sehr viel passiert in den letzten Jahr, wir haben unsere Familie von Frau aus unserer Heimat geholt wegen der Momentanen Krisensituation in unserer Heimat. Die Kinder freut es, jetzt lernen<br /> sie ihre Großeltern kennen und nicht über mehrere 1000 km müssen sie fliegen erst.<br /> <br /> Es ist unwahrscheinlich bemerkenswert in wie fern Menschen miteinander verbunden sind die sich sehr nahe stehen.<br /> Wie ich schon in einem Beitrag geschrieben hatte, litten meine Frau und ich an sehr unruhigen Nächten mit zunehmender Schlaflosigkeit, wir beide wußten nicht woran es lag zu früh ins Bett zu viel<br /> erlebt unerledigte Dinge!?<br /> Bis wir eines Tages ein Anruf bekamen von der Mutter meiner Frau ein sehr kurz angebundenes Gespräch. Wir waren sehr verdutzt und haben uns noch mehr Sorgen gemacht. Es war die Bestätigung unserer<br /> unruhigen Nächte, Krieg ist grausam und hinterlässt bittere spuren!!<br /> <br /> Was ich damit sagen will, ist die bemerkenswerte Situation der Verbindung von Menschen obwohl sie mehrere 1000 Meilen getrennt voneinander sind. Meine Frau litt mehrere Monate an Depressionen.<br /> <br /> <br /> Angefangen hat es mit auffallender oft Traurigkeit und Unzufriedenheit, kaum zu motivieren und desinteressiert. In diesen Phasen lassen sich Betroffene kaum aufmuntern, die negative Grundstimmung<br /> hält unabhängig von äußeren Ereignissen an. Sie fühlte sich oft gebremst wie fast gelähmt. Sie fühlte sich innerlich leer, verbunden mit einer tiefen Hoffnungslosigkeit. Die schlechte Stimmung<br /> schlägt auch auf den Körper: verbunden mit Schlaflosigkeit und kaum Appetit. Häufige Erkältung, Magenprobleme und Kopfschmerzen waren körperliche Leiden, die häufig mit einer Depression einhergehen<br /> – sind dann also psychosomatisch bedingt.<br /> <br /> Ständig niedergeschlagen, selbst ohne erkennbaren Grund!<br /> <br /> Bei ihr begann es Anfang des Jahres. Auslöser waren Probleme in der Familie. Bis dahin war sie eine lebendige Frau, sehr "ehrgeizig, aber normal" gewesen. Sie war nie eine Außenseiterin.<br /> <br /> Wenn sich die Stimmung immer weiter verschlechtert und die Gedanken immer wieder um dieselben Dinge kreisen, droht in schweren Phasen wieder ein tiefes Loch der Hilflosigkeit.<br /> <br /> Jeder zweite Depressive hat irgendwann Suizidgedanken. 15 von 100 Personen mit einer schweren Depression versuchen dann tatsächlich, sich umzubringen. Meine Frau würde diesen Schritt nicht wagen,<br /> "dafür ist ihr Verantwortungsgefühl gegenüber Familie zu groß".<br /> <br /> Aber theoretisch durchgespielt hat sie diesen Gedanken schon (wer nicht): "Natürlich habe ich mir auch schon einmal überlegt: 'Wie würde ich es machen?'.<br /> Aber nun ist alles gut und wir haben es gemeistert und die Familie ist wieder vereint!!!<br /> <br /> So das reicht ersteinmal viel Spaß bei lesen.<br /> <br /> Gruß Salomon
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