in Dankeschön & ein kleiner Mut-Tipp

Veröffentlicht auf 12. März 2016

in Dankeschön & ein kleiner Mut-Tipp

Ich finde es sehr, sehr schön, dass du mich gefragt hast, wie es mir geht.
Du bist demnach der Einzige, dem es anscheinend wirklich interessiert und der es bemerkt hat.

Der größte Fehler, den man im Leben machen kann, ist, immer Angst davor zu haben, einen Fehler zu machen.

Heute ist der große Tag: Alle wollen feiern gehen – das letzte Mal mit allen möglichen DJs im Centrum. Ja, ich werde auch vorbeischauen, kann aber nicht versprechen, wie lange ich tatsächlich bleibe. Viele denken, wie schon einmal geschrieben, ich sei die absolute Partymusik und würde alle in EF kennen. Nein, das ist bei mir überhaupt nicht der Fall.

Du hast mich heute am Telefon gefragt, wie ich damit zurechtkomme und dass du dich freust, dass ich es versuchen will, ins Centrum zu gehen.
Jaaa… ich weiß nicht, wie ich damit umgehen werde. Das werde ich spätestens in ein paar Stunden erfahren.

Was bedeutet das eigentlich? Die Menschenmassen, das Laute, das Chaos… die Lichter, die Uhrzeiten – alles zusammen. Klar freue ich mich, dass ich rauskomme und etwas erlebe. Immerhin ist es das letzte Mal Centrum, danach soll es, soweit ich weiß, ein Hotel werden.

Wo liegen die Probleme? Ehrlich gesagt, ich weiß es selbst nicht genau. Ich versuche es zu erklären: Ich bin nicht sehr offen, wenn es um Party, Rausgehen oder Feiern geht. Es fällt mir schwer, mich zu entscheiden, mit wem ich gehe und wie ich mich einbringe. Ein Anruf könnte mich anschließen lassen, aber das trau ich mich nicht. Ich kenne die meisten nur vom Sehen und habe keinen wirklichen Kontakt zu ihnen. Ein Like auf Facebook oder ein kurzes Schreiben ist einfach, aber wenn es ernst wird, mache ich zu 98 % einen Rückzieher.

Ich hatte schon immer Schwierigkeiten, wegzugehen. Vielleicht ist es die Angst, alleine dazustehen, die Angst, dass es mir nicht gefällt, oder die Angst, dass ich von all den Reizen überfordert werde, weil ich nicht oft draußen bin. Klar, Alkohol kann helfen, lockerer zu werden – das werde ich natürlich nutzen. Aber ich halte es einfach nicht so lange aus wie andere. Innerlich habe ich meist das Gefühl: „Du musst heim.“ Egal wie schön es ist. Es ist wie eine tickende Uhr in mir, die mir immer die Zeiten vorgibt, an die ich oder wir uns halten müssen.

Ihr müsst es nicht verstehen – ich war schon immer eher ein Einzelgänger, auch wenn man es mir nicht ansieht. Tja, man sollte sich nie von einer Fassade täuschen lassen.

Eigentlich wollte ich mich nur bedanken:
An alle, die es geschafft haben, dass ich heute wirklich den Schritt ins Centrum wage.
Und besonders an meinen Freund T.M.: Ich war schwer überrascht, dass du so liebe Worte zu mir gesagt hast und mich nicht alleine stehen lässt, obwohl du ja heute unbedingt feiern wolltest.

Ich glaube, wir werden noch herausfinden, wo meine tatsächlichen Probleme liegen. Für heute aber wünsche ich allen da draußen einen wunderschönen Abend. :)

Man soll sich dem stellen, was einem am schwierigsten vorkommt.
Genau das gebe ich euch auf den Weg: Probiert es aus und genießt es. Und wenn es dann doch nicht geht, sagt einfach „Tschüss“ und geht heim. Es ist absolut in Ordnung, zu seinen Schwierigkeiten zu stehen.

Alle Träume können wahr werden, wenn wir den Mut haben, ihnen zu folgen.

Geschrieben von in the end of the world

Veröffentlicht in #Freunde

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T
Hallo Eileen,<br /> <br /> Ich könnte mir vorstellen das du noch tief und fest schläfst,ich habe dir aber versprochen in deinem blog zu schreiben.<br /> Da ich gerade im Nachtdienst bin, passt das alles sehr gut...<br /> <br /> Ich bin zwar fast am einschlafen aber mit ein bisschen kaffee bekomme ich das hin...<br /> Also ich gebe dir völlig recht was die veranstaltung an ging...Wir haben alle beide einen wunderschönen Abend gehabt und ich denke mal, du hast das auch gebraucht....selbst wenn es nur 1h gewesen wäre aber du hast gelacht, getanzt und man hat dein lächeln gesehen....<br /> <br /> Ich selber war auch froh das du mit gewesen bist!!!<br /> <br /> Es wird auch nicht die letzte für dich gewesen sein, das verspreche ich dir..<br /> Jeder Mensch hat irgendwann mal ein hoch oder auch ein tief --- aber genau das macht uns ja zu Menschen, wir lernen daraus....Egal was es ist jeder kommt wieder auf die Strasse, wie schnell es passiert und wie schnell er dann fährt ist egal...Weil jeder abschnitt interessant ist....<br /> <br /> Ich fahre derzeit nur halb so schnell wie andere aber das reicht mir auch. Ich will lieber die Landschaft auf dem weg geniesen und mich auf das schöne konzentrieren.... Wie man so schön sagt, man lebt nur einmal....und gerade ich bekomme es ja jeden Tag in meinen Beruf zu sehen....<br /> <br /> Also meine kleine, ich freue mich schon ,wenn wir uns bald wieder sehen und du ein lächeln im Gesicht hast ;-)
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A
Ich lese deine Beiträge sehr gern. Besonders momentan. Du machst mir Mut und gibst mir Kraft - irgendwie. Das was du schreibst, besonders zum Thema "Weggehen" etc. das ist meine Art nochmal. Menschen denen es nicht so geht, denen sowas nicht so schwer fällt, verstehen es leider nur nicht. Ich kann da auch nachfühlen, dass es mit Sicherheit schwer sein muss Menschen wie dich oder mich zu verstehen. Manchmal habe ich sogar Tage, da bin ich vollkommen euphorisch, nehme mir etwas vor und ziehe es auch durch. Dann gibt es Tage, an denen sich Leute mit mir treffen wollen, ich zusage, aber mich die Lust auf ein Treffen kurz bevor man sich treffen möchte, vergeht. Ich weiß, das liegt nicht an der Person, das ist im Allgemeinen so, ganz gleich mit wem ich mich nun verabredet habe. Komisch ist das und manchmal belastet es mich sogar selbst, weil ich einigen nicht erklären kann, wieso ich so bin. Aber ich bin nun mal so. Ich gehe gern mal weg, feiern, oder eben einfach etwas unternehmen, aber dann genieße ich die Tage an denen ich allein sein kann, für mich - das ist Erholung. Wenn ich unterwegs bin, sogar wenn ich gerade dabei bin, mich fertig zu machen für ein Treffen, dann habe ich im Kopf, was ich zuhause später noch unbedingt machen will. Dann sitze ich in einer Bar mit meinen Bekannten, rede kurz und erzähle, was man sich erzählen will und dann geht mir der Gesprächsstoff aus, weil ich niemandem erklären will, warum ich so bin. Ich kann auch nicht aus meiner Haut - ich kann es nicht ändern. Am schlimmsten sind für mich die "Blicke", die Nähe zu so vielen Menschen - manchmal will ich einfach gar nicht angesprochen werden. Ich weiß, es ist schön, wenn man sich hin und wieder sieht, aber ich kann dann auch monatelang damit leben, wenn man sich nicht sieht. Weil ich selbst sagen kann, das ich es nicht bzw. kaum brauche. Klar wünsche ich mir manchmal Leute um mich zu haben - aber eben nur ab und zu. Sonderbar oder? Ich genieße die Stille. Und da ist auch gar nichts verwerfliches dran. Ich bin ein Einzelgänger und bin es gern. Ich habe einige Menschen in meinem Leben, denen ich wichtig bin, die mich ständig sehen wollen, was machen wollen, etc. und es sind Menschen, die mir auch wichtig sind, aber ich bezeichne niemanden oder sagen wir, kaum jemanden, als Freund. Die Menschen sind verlogen und ich habe soviel erlebt, was mich hat vorsichtig werden lassen, daher kann ich dich vollkommen nach empfinden. Geh immer weiter mit erhobenem Kopf - du und ich werden keine Freunde in diesem Leben - aber im Geist und in der Seele sind wir es, denn in diesem Text von dir, und in vielen Passagen, wie du sie formulierst, erkenne ich mich hundertprozentig wieder und es gibt mir Mut zu lesen, dass es Menschen gibt, einen Menschen bisher, dem es genauso geht wie mir.
Antworten
I
Hallo meine Liebe, schön das Du mir geschrieben hast. Ich habe mich sehr gefreut von Dir zu lesen.... Ich musste einige male an dich Denken und habe tatsächlich auch nach Gegoogelt ob du noch deinen Blog hast, aber leider habe ich diesbezüglich nichts gefunden. Vielleicht ändert sich das ja wieder.... Du hast Recht, wenn du schreibst, in der Hinsicht sind wir ähnlich. Allerdings meinte ich nicht dass raus gehen an sich sondern den Schritt.... so sehr ich auch will, die Türklinge zu berühren, mir immer noch sehr schwer fällt. Jetzt nach dem ich meine kleine habe, bin ich Gott sei Dank, immer aufs neue gezwungen, rauszugehen . Aber bevor ich sie nicht hatte, war es eine riesen Überwindung für mich, raus zu gehen. Nicht wegen den Leuten und den unechten Freunden sondern wegen der Türklinge :). Du musst das nicht Verstehen, das verstehe ja nicht einmal ICH & es ist wie gesagt, auch schon besser geworden.Ich bin auch ein Mensch, der gerne alleine ist und ich genieße es auch sehr, die Ruhe. Doch liebe ich es auch, wenn ich einmal im halben Jahr, mit einen bekannten weg gehe und Spaß habe. Ich weiß, was du meinst... es ist im Grunde genommen immer das gleiche... die gleichen Gespräche, die gleiche Mimik und Gestik, das schnelle durchblicken von Problemen, die eigentlich keine sind und und und.... aber so sind die Menschen und wenn wir ehrlich sind, gehört genau dass, dazu. :) Eben normaler SmalTalk. So meine Liebe ich wünsche dir einen schönen Abend...