Distanz, Verunsicherung = Veränderung?
Veröffentlicht auf 11. Juni 2015
Hallo meine Lieben,
erstmal möchte ich noch etwas zu meinen Gedanken über „Distanz“ loswerden. Das sind Tagesbucheinträge – Situationen, Emotionen, die ich festhalten will. Nicht immer hat es etwas mit der Familie zu tun. Oft versucht man, Dinge zu verarbeiten, indem man sie aufschreibt. Wir alle durchleben Phasen, die sich auch mehrfach wiederholen können. Ich bin ein sensibler Mensch und reagiere manchmal stärker, als nötig. Bevor ich das an andere ablasse, schreibe ich es lieber auf.
Nun zu meinen Fragen über Distanz:
- Was versteht ihr unter Distanz?
Distanz ist für mich eine Schutzfunktion, die man sich über die Jahre angeeignet hat. - Ist es eine Flucht?
Ja, Distanz kann Flucht sein – aber nicht immer negativ. Manchmal ist es realistisch, Abstand zu nehmen und Fehler einzugestehen, um neu anzufangen. - Ist es Angst?
Distanz kann eine Angstposition sein, besonders in privaten Beziehungen. Nähe, Vertrauen, Liebe und Hass – all diese Emotionen spielen eine Rolle. - Ist es Desinteresse?
Teilweise. Ich habe festgestellt, dass Menschen manchmal schnell uninteressant werden, sobald ein Ziel erreicht ist. Dann sucht man neue Herausforderungen. - Ab wann beginnt Distanz?
Wenn die Privatsphäre zu nahe kommt. - Ab wann wendet man sich ab?
Wenn man eine Bestätigung erhält, dass es notwendig ist, sich zurückzuziehen. - Ab wann ist es soweit und wie lange dauert es an?
Das hängt stark von der Art der Beziehung und den individuellen Bedürfnissen ab. - Ist man nicht in der Lage, etwas aufrechtzuerhalten?
Sicher kann man Freundschaften aufrechterhalten, aber man muss den eigenen inneren Schweinehund überwinden. - Meint man es nicht ernst genug?
Ich meine alles, was ich tue, ernst. Aber ich habe auch erlebt, dass Menschen gehen, ohne dass es mich groß berührt. - Ist es der eigene Schutz?
Ja. - Sich nicht enttäuschen zulassen?
Ja, aber auch nein – ich gebe selten Chancen, etwas aufzubauen. - Wieso gibt es die Grenze?
Die Grenze ist wichtig, jeder sollte wissen, wie weit er gehen darf. Respekt ist entscheidend. - Zwischen Dir & mir?
Ja, Distanz existiert zwischen zwei Menschen. - Ist es Respekt?
Natürlich, vielleicht sogar noch mehr. - Könnte es einem Spaß machen?
Ja, aber zuerst muss der innere Schweinehund überwunden werden. - Nennt man es Beziehung?
Alles ist eine Beziehung – egal in welcher Form. - Was für eine Art Beziehung soll das sein?
Für mich ist es eine distanzierte Beziehung – nichts Ganzes, nichts Halbes, irgendwo dazwischen. - Welche Richtung willst du gehen?
Wenn ich das wüsste… - Meinst du das ernst?
Ja, ich meine es ernst. Ich weiß einfach nicht, wie es richtig funktioniert. Mein Desinteresse ist stark ausgeprägt – ein Kaffee? Meistens keine Lust. - Beruflich oder privat?
Beruflich funktioniert es bei mir immer besser. Privat muss ich meine Gefühle, Distanz und Desinteresse viel stärker ausbalancieren.
Für mich ist Distanz wie eine Mauer, die man schwer durchbrechen kann. Ich konnte es nie gut zulassen, mich einfach mit Menschen zu treffen, selbst wenn es nur um einen Kaffee ging. Oft gibt es Ausreden, warum ich nicht kommen kann. Ich bereue es manchmal, aber die Zeit mit meiner Tochter und meinem Mann ist mir wichtiger.
Ich habe eine gute Freundin, die versteht, dass meine Absagen oder längeren Pausen nicht böse gemeint sind. Mein Muster ist stark – und daran hat sich in 15 Jahren nichts geändert. Dennoch: Ich bin nicht herzlos, ich habe Gefühle und bin nur ein Mensch.
Was haltet ihr von Distanz? Wisst ihr, wovon ich spreche?
Nachti an alle 🌙
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